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Schulhaus Weidli  Uster
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Schulhaus Weidli Uster

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2012–2017

Projektwettbewerb selektiv, 1. Preis

2012–2017

Projektwettbewerb selektiv, 1. Preis

Bauherrschaft
Sekundarstufe Uster

Erweiterung einer bauhistorisch wertvollen Sekundarschulanlage aus den 1960er Jahren um einen Trakt mit 8 Klassenzimmern und Gruppenräumen, Werk- und Handarbeitsräumen, einer Schulküche sowie einer
polyvalent nutzbaren Aula. Integration der Heilpädagogischen Schule Uster. Realisation im zertifizierten Minergie-Standard.

Der Erweiterungstrakt des Schulhauses Weidli besetzt als kompakter, viergeschossiger Baukörper den nordöstlichen Bereich der Parzelle und schliesst mit einem Flachbau an den bestehenden eingeschossigen Gebäudeteil an. Damit bleibt einerseits der starke Bezug zum topographisch markanten Moränenhügel im Westen erhalten, andererseits fasst die erweiterte Anlage als bauliche Kante das Schulgelände im Norden und formuliert so eine städtebauliche Antwort auf den seit Erstellung des Ursprungsbaus stark veränderten Kontext.

Ordnungselement und Rückgrat der Anlage bildet die Pausenhalle, welche bis zum Eingang des neuen Hauses erweitert wird und so sämtliche Nutzungen und Gebäudetrakte gedeckt miteinander verbindet. Das Foyer und die polyvalent nutzbare Aula ergänzen die Raumfolge entlang der Pausenhalle und bilden als offenes, überhohes Forum die erdgeschossigen Hauptnutzungen des Neubaus. In den drei identisch strukturierten Obergeschossen scharen sich Unterrichts- und Gruppenräume jeweils um eine zentrale Halle. Eine über alle Stockwerke durchgehende Struktur gewährleistet hohe Nutzungsflexibilität.

Zugunsten einer einheitlichen Gesamtwirkung bezieht sich der Neubau mit seinen Proportionen und der plastischen Volumengliederung auf den Bestand. Demgegenüber sind Materialisierung und Fassadengestaltung Interpretationen des Vorgefundenen, welche den Erweiterungstrakt als zeitgenössisches Gebäude auszeichnen. Gestockter Beton verweist auf die Textur des bestehenden Kellenwurf-Putzes, Brüstungen korrespondieren mit den Ansichtshöhen der Pausen- und Turnhallendächer. Grosse Übereckfenster öffnen den massiven Baukörper und etablieren eine der Nutzung adäquate Transparenz und Leichtigkeit.

Team
Markus Jauss, Sabrina Mohr

Baumanagement
Sonderegger Baurealisation GmbH

Freiraum
Andreas Geser Landschaftsarchitekten AG

Statik
Marti + Dietschweiler AG

Elektroplanung
Faisst + Partner AG

HLKS-Planung
Klimawandler GmbH

Bauphysik/Akustik
Mühlebach Partner AG

Fotos
Hannes Henz